Bremerhaven

Die Stadt an der Wesermündung ist aus einer Not heraus entstanden. Die altehrwürdige Hansestadt Bremen kam in Schwierigkeiten, da zum einen die Weser immer mehr versandete, und zum anderen die Schiffe immer größer wurden.  

 

So kaufte man 1827 dem Königreich Hannover ein Stück Land ab, das direkt an der Wesermündung lag, und baute dort einen neuen Bremer Haven. Das "v" behielt man bei, trotz aller Rechtschreibreformen.

 

Die ersten beiden Hafenbecken sind heute noch vorhanden, wenn auch ein kleinwenig zurechtgestutzt.

Der heute weit bekannte Containerhafen ist um ein Vielfaches größer.

Schon sehr früh erkannten die Stadtväter den Reiz einer besonderen Fracht. Die Auswanderer. Um hier gegenüber anderen Hafenstädten wie Hamburg oder Rotterdam voraus zu sein, bot man den Auswanderern bessere Möglichkeiten. So baute man ihnen ein Haus, in dem sie für die Zeit bis zur Abreise Unterkunft fanden. 

Heute studieren darin junge Menschen.

Wohin ich wohl ausgewandert wäre?

Nicht alle fanden in Amerika das Paradies. Manche kehrten wieder zurück, die einen aus Heimweh, andere aus Neugier. Was mag ihnen durch den Kopf gegangen sein, wenn ihr Schiff, begleitet von kreischenden Möwen, in den Hafen einlief?