1. Mai 2026
In den Räumen des
ICF Nürnberg e.V. – Königsstraße 57, 90402 Nürnberg
Bereits zum 20.Mal findet in Nürnberg ein Autorentreffen statt. Autorinnen und Autoren aller Richtungen, vom Anfänger bis zu Fortgeschrittenen, treffen zusammen.
Ein Tag, ganz dem Schreiben gewidmet, vollgepackt mit Informationen von Dozentinnen und Dozenten aus der Bücherwelt, mit viel Zeit, einander kennenzulernen und neue Kontakte zu knüpfen.
Termin: 1. Mai 2026 (Tag der Arbeit)
Zeit: Start 9:30 Uhr bis ca. 17:00 Uhr
Anmeldung: autorentreffen_nuernberg@online.de
Preis 140 Euro
Darin enthalten sind die Vorträge, ein Mittagessen und die Verpflegung vor Ort (Kaffee, Kuchen, Getränke, Abendsnack). Die Getränke bei Restaurantbesuchen sind nicht beinhaltet. Ebenso sind etwaige Hotelunterkünfte auf eigene Rechnung zu buchen.
Die Vorträge
Titus Müller
„Szenen im Roman“
Wie ein Wald aus lauter Bäumen besteht, so ist ein Roman aus Szenen zusammengesetzt. Nur während man im Sprichwort den Wald vor Bäumen nicht sieht, sehen Autoren oft den Roman, nicht aber die Schwächen und Stärken der einzelnen Szenen. Dabei sind sie entscheidend für den Gesamtklang eines Romans. Titus Müller erklärt, wie er eine Szene beginnt, wie er an ihr feilt, an welcher Stelle er sie beendet und wie er dafür sorgt, dass der Leser sie mit allen Sinnen erlebt.
Vita: Titus Müller studierte Literatur, Geschichtswissenschaften und Publizistik. Mit 21 Jahren gründete er die Literaturzeitschrift »Federwelt« und veröffentlichte seither siebzehn Romane, zuletzt »Die Dolmetscherin«. Er lebt mit seiner Familie in Landshut, ist Mitglied des PEN-Clubs und wurde u.a. mit dem C.S. Lewis-Preis und dem Sir Walter Scott-Preis ausgezeichnet. Seine aktuelle Trilogie um »Die fremde Spionin« brachte ihn auf die SPIEGEL-Bestsellerliste und wurde auch von Geheimdienstinsidern gelobt.
Stefanie Hohn
„Erzählstimme“
Wir kennen das alle: Wir schlagen ein Buch auf, lesen die ersten Sätze und sind gefangen in einer Geschichte, wollen unbedingt weiterlesen, wollen der Stimme lauschen, die uns diese Geschichte erzählt.
Stimme ist die Magie einer Geschichte. Als Lesende wollen wir uns diesem Zauber hingeben, als Schreibende jedoch ist es unser Ziel, diese Magie zu erzeugen. Wie aber machen wir das? „Passiert“ Stimme nicht automatisch? Müssen wir nur lange und oft genug schreiben, um irgendwann automatisch unsere eigene unverwechselbare Stimme zu entwickeln oder braucht es mehr? Und was genau wäre das?
Anhand von Beispielen zeigt Stefanie Hohn, aus welchen Bausteinen sich die Erzählstimme eines Textes zusammensetzt und wie am Ende der Zauber entsteht, der LeserInnen zu Fans werden lassen kann. Und das ist mit Blick auf die rasanten Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz heute wichtiger denn je.
Vita: Stefanie Hohn studierte Literaturübersetzung und promovierte über Charlotte Brontë. Ihre historischen und zeitgenössischen Romane veröffentlicht sie sowohl im Selfpublishing als auch bei namhaften Verlagen. 2022 und 2023 erschien unter dem Pseudonym Stefanie H. Martin ihre dreiteilige historische Saga über Virginia Woolf und die Bloomsbury Group. Sie leitet Workshops und Seminare zum Thema kreatives Schreiben und veröffentlicht regelmäßig Fachartikel in der Autorenzeitschrift Federwelt.
Elisabeth Botros
„Buchmarkt“
Der Buchmarkt ändert sich und damit auch der Zugang zu Agenturen und im nächsten Schritt, zu den Verlagen. Dafür ist einiges an Arbeit nötig. Was ist wichtig bei einem Exposé, wie macht man seine Texte einer Agentur schmackhaft und diese einem Verlag?
Wie entscheiden Verlage, wer muss überzeugt werden, dass es zu einer Veröffentlichung kommt?
Und dann? Wieviel Selbstvermarktung wird von Autor:innen erwartet? Was kann man als Autor:in von einer Agentur erwarten, was nicht?
Vita: Elisabeth Botros hat 10 Jahre in einer literarischen Agentur gearbeitet, wechselte auf die Verlagsseite, und kennt beide Blickrichtungen auf den Buchmarkt. So kann sie viele Fragen beleuchten, die auftreten bei jenen, die mit Büchern arbeiten, und jenen, die sie erschaffen.